Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455306
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XIV. 
Bilder. 
der 
Erhaltung 
Schlussbemerkungen. 
Farbe kaum irgendwie von optischer Bedeutung seinfl") 
Deshalb hat Böcklin niemalsAnstand genommen, Petro- 
leum zu seinen F irnisfarben zu verwenden, und es mag 
in Verbindung mit dem Harzbalsam auch das widrige 
Reissen der Firnisfarben unmöglich gemacht haben, 
weil die Farben durch diese Beigaben eben elastisch 
bleiben und sich den Einflüssen von Wärme oder 
Feuchtigkeit mehr oder weniger anschmiegen. 
Gehen wir nunmehr zur Technik der letzten 
Periode, nämlich der Tempera des Theophilus 
über, so kann gesagt werden,  und dies gilt für 
Tempera im allgemeinen  dass Schäden an solchen 
Malereien, soferne sie auf das Bindemittel zurückzu- 
führen sind, sich stets sehr bald zeigen, denn der 
Trockenprozess der Tempera ist ungleich schneller 
beendigt als bei jedem anderen öligen Bindemittel. 
Die Volumveränderung bleibt für die Folge bestehen, 
eine Gefahr irgendwelcher Art, wie das Nachdunkeln 
ist ziemlich ausgeschlossen, und nur wenn der Unter- 
grund erhebliche Veränderungen erleidet, wäre die 
Farbschicht nicht imstande, diesen zu folgen und 
würde brüchig werden. Temperabilder auf Leinwand 
 diese dehnt sich bei Feuchtigkeitsaufnahme er- 
heblich aus und zieht sich beim Trockenwerden 
wieder zusammen  sind dem Springen deshalb 
leichter ausgesetzt als Temperabilder auf Tafeln. 
Aber auch das Holz zieht sich bei Trockenheit zu- 
 Bekanntlich ist das ganze System der Ludwig sehen Pe- 
troleurnmalerei auf der Verwendung von ähnlichen Mischungen 
von Bernsteinürnis, Oel, Petroleum und Terpentin aufgebaut. 
Vergl. dessen „Technik der Oelmalerei".
        

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