Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455271
jetziger Zustand der Bilder. 159 
 
Landschaft" (mit der Nymphe an der Quelle vom 
Jahre l855, sehr nachgedunkelt und voll Firnisrisse) 
sind all e Gemälde Böcklins in der Schackgalerie im 
besten Zustande. Die unbedeutenden rissigen Stellen 
der dick gemalten weissen Wolke im „Gang nach 
Emmaus" und an der weissen Mauer in „Mörder und 
die Furien" kommen gar nicht in Betracht, wenn 
man andere Gemälde der Galerie daraufhin ver- 
gleicht, z. B. die Lenbachbildnisse und -Kopien, die 
Bilder von Karl Rahl, Böheim, Dreber, Linden- 
schmidt u. a. 
Ob und inwieweit die Räumlichkeiten der Galerie 
oder die mitunter starken Temperaturunterschiede mit 
schuld tragen, soll hier nicht weiter erörtert werden. 
Jedenfalls ist es mit Freude zu begrüssen, dass 
Zeitungsnachrichten zufolge der Neubau der Galerie 
in naher Aussicht steht. w) ' 
An dem Zustande der übrigen Bilder, wie "Ana- 
choret", "Pan erschreckt einen Hirten", "Drachen- 
höhle", „Hirtin bei ihrer Herde", "Italienische Villa", 
"Ideale Frühlingslandschaft", "Heiliger Hain" und 
der einzig schönen "Klage des Hirten" (Amaryllis), 
der helleren „Villa am Meer" wird auch der penibelste 
i") Was bis dahin zu tun wäre, um die Bilder gegen die durch die 
Temperaturunterschiede unvermeidlichenNiederschläge derFeuchtig- 
keit zu schützen, bestände unseres Erachtens in der Isolierung der 
Leinwandrückseiten, durch geeignetqFeuchtigkeit nicht durchlässige 
Schichten (vermutlich ist dieses inzwischen auch ausgeführt 
worden) und durch Verglasung von vorne. Leider wäre das letztere 
infolge der gegenwärtigen Lichtverhältnisse und der Engigkeit der 
Galerie untunlich.
        

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