Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455258
'Die Bilder der Schackgalerie. 
 
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trieben worden sind. Neuerlich haben wir (Februar 
1905) die fraglichen Bilder wieder genau darauf hin 
angesehen und sind zu folgenden Resultaten gelangt: 
Von all den oben erwähnten Schäden und nbe- 
denklichen" Uebermalungen beruhen einzig und allein 
diejenigen auf der dunklen „Villa am Meer" auf 
richtiger Vermutung. Aber der „mit den Malverfahren 
Böcklins vertraute Künstler" hätte die Entstehungs- 
geschichte des Bildes nach den bezüglichen Nach- 
richten in Schicks Aufzeichnungen und die Ursache- 
der Abblätterung in Betracht ziehen müssen und hätte 
wissen können, dass die Schäden schon beim Eintreffen 
des Gemäldes vom Grafen Schack beanstandet und 
dann „so gut als möglich" repariert worden waren. 
Er hätte sich daran erinnern sollen, dass Schack das 
infolge des Aufrollens beschädigte Bild nicht über- 
nehmen wollte und dass Böcklin deshalb das zweite 
Bild gemalt hat; er hätte dann richtig schliessen 
müssen, dass die „Uebermalungen" älteren Datums 
sind und nicht aus neuerer Zeit stammen könnten. 
Die eigentlichen Ursachen dieses Missgeschicks haben. 
wir bereits des näheren erörtert (s. oben S. 71). 
Was die Schäden an der helleren „Villa am. 
Meer" betrifft, so sind sie überhaupt nicht vor- 
handen. Das Bild ist vollkommen intakt. Weder 
irgend ein Abblättern, noch irgend welche Sprünge 
konnten wir bemerken. Von "bedenklicher" Restaurie- 
rung fanden wir keine Spur. 
Ueber „Vinum novum" hätte der Artikelschreibere 
sich ebenfalls in Schicks Aufzeichnungen instruieren 
können und die Erklärung dafür gefunden, warum.
        

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