Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455233
Angebliche 
Schäden. 
E 
freilich nicht geleugnet werden; aber diese Bilder 
waren Probiersteine oder Experimente, sie waren not- 
wendige Vorarbeiten auf dem Wege der Erkenntnis 
und wie alle Versuche Böcklins nur zu dem Zwecke 
unternommen, dem Ideale einer dauerhaften Technik 
nahezukommen. Einige aus ganz früher Schaffens- 
periode, da Böcklin noch nicht die durch rastloses 
Arbeiten immer mehr erweiterten Erfahrungen sich 
angeeignet hatte, könnten hier noch beigezählt werden; 
aber selbst diese Werke sind nicht weniger nsollid" 
gemalt, als die zahlreichen Bilder seiner Zeitgenossen, 
die ebenso wie er in der gleichen Technik der Oel- 
malerei geschaffen habhn. 
Von Zeit zu Zeit tauchen immer wieder wie 
Unkenrufe die Klagen auf, dass Böcklinsclie Bilder 
„in Gefahr" seien, dass sie sich Hin bedenklichem Zu- 
Stande" befinden und dass "es höchste Zeit ist, in 
zweckmässiger und feinfühliger Weise alles zu tun, 
was zu deren Erhaltung geschehen kann." So war 
im Winter des vorigen Jahres (1904) in einer Tages- 
zeitung eine Zuschrift eines "speziell mit den Mal- 
verfahren Böcklins vertrauten Künstlers" zu lesen, in 
der mit allem Nachdruck hinsichtlich der Instand- 
haltung -der Werke Böcklins in der Schackgalerie 
energische Reformen verlangt wurden. Dabei waren 
folgende "Schäden" bemängelt: 
"Zur Sache in Nr. I6 (die düstere „Villa. am Meer") ist 
ein ganzes Stück aus dem Himmel überm Meer rechts 
herausgefallen, ebenso ein anderes weiter links im Felsen am 
Rande desWassers. Es ist bedenklich übermalt. Auch oben in 
der Luft sind ein paar Farbiiecke, die undenkbar von Böcklin 
stammen können, In Nr. 24 ("Vinum novum") ist aller-
        

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