Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455149
1.42 
XIII. 
Technische Einzelheiten. 
Böcklins Palette. 
auf Kosten der Verwechslung gleichnamiger Pig- 
mente zu setzen, wie z. B. bei dem von Pettenkofer 
und anderen Chemikern auch unter allen Umständen 
empfohlenen Chromgrün, das beim Aufschlämmen des 
rohen Farbstoffes in Wasser sedimentierte. Damit 
ist wohl Chromgrünoxyd zum Unterschied von der 
Mischfarbe gleichen Namens, die auch mit grünem 
Zinnober bezeichnet wurde, gemeint gewesen. Die 
Angaben über Farbstoffe bei Schick sind stets im 
Hinblick auf die damals üblichen, im Handel vor- 
kommenden Bezeichnungen zu beurteilen. 
Auch Ansichten, z. B. über die Gefährlichkeit 
der Mischung von Kremserweiss mit Zinnober oder 
Ultramarin müssen stets vom Standpunkte der damals 
geltenden Ansichten betrachtet werden. Für uns von 
Wert ist es dabei zu sehen, wie vorsichtig und genau 
Böcklin in diesen Dingen war; denn es ist immer- 
hin für einen Maler der 60er Jahre viel, dass er 
überhaupt über chemische Zusammensetzung der 
Farben Bescheid wusste. (In manchen Einzelnheiten 
Weichen Schicks Angaben von der heute geltenden 
Erfahrung ab.) 
Durch seine fortgesetzten Versuche mit Farb- 
stoffen und Pigmenten hatte auch die Palette Böck- 
lins manche Variation durchgemacht. Ueber die von 
ihm zur römischen Zeit der 60er Jahre ver- 
wendeten Farbstoffe und über die Stellungnahme zu 
einzelnen derselben gibt am besten die Einschreibung 
bei Schick Kunde, die hier folgt (Schick S. 98): 
H18. August 18f16. Böcklin hatte sich Krapp gerieben, 
der eine wundervolle Tiefe hatte (Geschenk eines römischen
        

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