Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455099
Leinwandgrundierung. 
141. 
Eine feine ungrundierte Leinwand, die Böcklin 
aus Berlin erhalten hatte, geiielBöcklin, und er sagte, 
sie wäre leicht für den Gebrauch zuzubereiten. „Erst 
überzieht man sie ganz dünn mit Leim, dann mit 
einer dünnen Lage Farbe" (Schick S. 225). Aus diesen 
wenigen Notizen ist zu ersehen, dass Böcklin über die 
Bereitung der Leinwanden völlig orientiert war. Eigen- 
tümlich ist nur seine anfängliche Abneigung gegen die 
Holztafel, die er in der zweiten Periode des Schaffens 
kaum entbehren konnte. Bei Schick finden wir die 
folgende Eintragung (S. 186): 
„Auf Holztafeln und anderen präparierten Grund zu 
malen ist unratsam wegen der geringen Beständigkeit, 
Gute Leinwand sei das beste, und noch besser habe er, 
Böcklin, die Schiefertafel befunden, die ihm einmal 
vom Stuhl auf den Boden gefallen war ohne den geringsten 
Schaden. Ganz glatt grundierte Leinwand ist immer vor- 
zuziehen, denn sie lässt Einem d-ie grösste Freiheit in der 
Technik." 
Böcklin wusste übrigens auch ganz genau die Art 
der Bereitung der Holztafeln der „älteren Meister", 
die Schick wie folgt angibt (S. 42): 
"Die älteren Meister bereiteten sich ihren Malgrund- 
auf Holztafeln folgendermassen: Erst geleimt, dann Leim. 
und Schlämmkreide, dann wieder Leim und alles ganz blank. 
geschliffen.  Natürlich kann man auf einem blanken Grund. 
der Farbe mehr Reiz geben." 
Und bei anderer Gelegenheit, da von der „Gips- 
leinwand", auf welcher Böcklin die „Anady0mene" 
begonnen, die Rede ist, dass sie zu dünn grundiert 
wäre und das ziemlich grobe Gewebe durch die Malerei 
hindurchschiene, verzeichnet Schick folgende Aeusserung- 
des Meisters (S. 276):
        

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