Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455052
Technik 
der 
letzten 
Zeit. 
137 
Diese Ansichten hatten sich bei Böcklin völlig fest- 
gesetzt  Anfänge davon sind allerdings schon in 
Schicks Aufzeichnungen zahlreich vorhanden  so 
dass es nicht Wunder nehmen kann, wenn er der end- 
lich gewonnenen Ueberzeugung bis zu seinem Ende 
treugeblieben ist und unablässig an der Verbesserung 
seiner Temperatechnik tätig war. Starke Wandlungen 
sind es freilich nicht, sondern immer nur Varianten 
innerhalb ein und derselben Sache. Dabei hat es 
wenig zu bedeuten, wenn eine Zeitlang statt des 
Kirschgummi Eiklar mit gebleichtem Leinöl emulgiert 
wird, wie es Bayersdorfer im Mai 1897 berichtete, 
oder ein Jahr darauf wieder Kirschgummi mit Kopaiva- 
balsam bevorzugt wurde. „Als feststehend darf 
jedoch angenommen werden, dass Böcklin wohl nie 
ein Bild mit Tempera fertig gemalt hat. Zum Schluss 
kam immer irgend eine Firnislösung zur Verwendung, 
mit welcher er meist die Farben selbst anriebß") 
Als Carlo Böcklin im Jahre 1894 zu seinem 
Vater in die Lehre trat, malte er mit einer Mischung 
von Kirschgummi, Kopaivabalsam und ein wenig Nuss- 
öl, die jedoch den Anspruch auf richtige Emulsion 
nicht erheben konnte, indem die einzelnen Teile im 
Laufe der Arbeit durch Umrühren gemengt wurden 
und ein Abscheiden der Teile nur durch immer wieder- 
kehrendes Umrühren einigermassen zu vermeiden war. 
Dabei muss erwähnt werden, dass im Verhältnis zum 
Kirschgummi nur wenig Balsam und noch weniger 
 Diese und die folgenden Nachrichten stammen von des 
Meisters Sohne, Carlo, welcher mir dieselben in liebenswürdigster 
Weise zur Verfügung stellte,
        

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