Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454985
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Züricher 
Zeit. 
mit den obigen Zusätzen meistens nicht der Fall, die 
öligen Teile scheiden sich nach kurzer Zeit wieder ab, 
es entstehen Schichtungen. Auch die zweite Be- 
dingung, die Unempfindlichkeit gegen Wasser, die bei 
richtig hergestellten Emulsionen nach einiger Zeit zu 
bemerken ist, lässt bei vorherrschendem Gummianteil 
sehr zu wünschen übrig. Diese Einwände treten je- 
doch bei Böcklins Emulsionstechnik in den Hinter- 
grund, weil er erstens sein Farbenmaterial täg- 
lich frisch bereitete, also die Gefahr der Ab- 
scheidung der fetten von den wässerigen Bestandteilen 
vermieden wurde und überdies angenommen werden 
kann, dass die richtige Emulsion während des 
Reibens der Farben vor sich ging. Auf die Unemp- 
findlichkeit der getrockneten Malerei gegen Wasser 
brauchte er nicht viel Gewicht zu legen, weil die 
Firnisschichte der Uebermalung genügenden Schutz 
geboten hat. 
In der Züricher Zeit sind (nach den Angaben des 
Verzeichnisses) folgende Bilder in Tempera gemalt: 
339. Selbstbildnis mit dem Weinglas; 352. „Su- 
sanna im Bade"; 360. "Kampf auf der Brückea 
(skizzenhaft, Harztempera); 361. Wiederholung eines 
Bildnisses von Gottfried Keller; 363. das Tryp- 
tichon "Mariensage" (hievon auch die erste Fas- 
sung des Mittelbildes); 367. „Venu s A n a dyom en e"; 
369. „Die Freiheit"; 375. "Landschaft zu einer 
Jagd der Diana" (umgestaltet 1896). 
Als Böcklin an dem Bilde "Mariensage" arbeitete, 
glaubte er eines Tages auf der Bildfläche eine Menge 
kleiner Sprünge zu bemerken und war darüber so er-
        

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