Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454926
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Zeit. 
Züricher 
ders wenn die geürniste Unterschichte nicht völlig 
getrocknet war?) Bei dem obigen Bindemittel ist dies 
weniger zu befürchten. Aus der in der Anmerkung ver- 
zeichneten Variation (Mastixfirnis an Stelle von Terpen- 
tin, Emulsion von Eiweiss mit Mastixiirnis zur Ueber- 
malung etc.) ist ersichtlich, dass ein bestimmtes Rezept 
t) Einer freundlichen Mitteilung eines Kollegen, der mit 
Würtenberger in Zürich in näherem Verkehr stand, verdanke ich 
die folgenden detaillierten Angaben über die Bereitung des Kirsch- 
harz-Bindemittels : 
Kirschharz zerstossen und circa 24 Stunden in Wasser 
aufquellen lassen. 
Etwa '12 Stunde im Wasserbad kochen, bis das Harz voll- 
ständig aufgelöst ist. 
Erkalten lassen und durch ein feines Sieb seihen. 
9,10 von der erkalteten Kirschharzlösung wieder zusammen- 
geschüttet mit lfw, das aus Petroleum, Balsam copaivae 
und Mastixfirnis zu gleichen Teilen besteht. 
Diese Emulsion  circa 20 Minuten vorsichtig kochen. 
Die Farben werden mit diesem Bindemittel angerieben 
ausser Weiss, das mit geschlagenem Eiweiss ange- 
rieben wird. 
Firnis bezw, Zwischenfirnis: 
Hrnis l t l. 
Balsam copaivae und Mastix- 
Uebermalung: 
Das Klare den Eiwciss, nachdem es geschlagen war, 
wird mit der Hälfte bis "[4 oder mehr von dem oben- 
genannten Firnis vermehrt. Genaues Mass kann nicht 
gegeben werden, da der Wassergehalt des Eiweiss in 
jedem Ei verschieden ist. 
Man kann auch mit Kirschharzmedium übermalen, nur 
muss der Firnis vollständig trocken sein. 
Nach einer weiteren Mitteilung hatte Würtenberger diese Re- 
zepte nicht von Böcklin direkt, sondern durch den Maler Anets- 
berger erhalten.
        

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