Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454847
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und Firnisfarbe. 
Temperamalerei 
Kreide den nassen Strichen und den aufgetrockneten 
Rändern, die diese hinterlassen hatten, nachgefahren und 
von neuem entstand die Komposition. Nach siebzehn Tagen 
soll dann diese grossartige Meeresnovelle fertig gewesen 
sein, die allein durch den Zauber, mit dem das Wasser ge- 
malt ist, so viele von den Verächtern des Künstlers be- 
kehrt hat" 
Was an dieser Geschichte Wahrheit und was 
Anekdote ist, lässt sich kaum mehr unterscheiden. 
Schmids Gewährsmannwar Maler Sandreuter, der die Er- 
Zählung vielleicht schon aus zweiter Hand wiedergab. An 
einen vdunkeln Grund" der Leinwand wissen andere 
Zeugen der Zeit (Maler Landsinger und Knopf) sich 
nicht mehr zu erinnern; wenig wahrscheinlich ist das 
Skizzieren der Komposition mit „farblosem Wasser" 
und das Nachfahren der nassen Striche mit Kreide. 
Vielleicht ist der umgekehrte Vorgang glaubwürdiger, 
nämlich das Skizzieren mit Kreide und das Abwischen 
der überflüssigen Striche mit Wasser. Richtig ist 
jedoch die fabelhafte Schnelligkeit, mit der dieses Bild 
in 17 Tagen vollendet wurde. 
In der Florentiner Zeit hat Böcklin, wie wir ge- 
sehen haben, die Firnisfarbe vornehmlich benützt, aber 
auch manche Gemälde in gemischter Technik, d. h. 
unter Zugrundelegung einer Tempera-Untertuschung 
gemalt.
        

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