Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454829
114 X. Temperamalerei und F imisfarbe. 
besten Künstler in der ganzen Lombardei in Gebrauch 
gehabt und nach der Versicherung des Armenini unter 
diesen Correggio, Parmegianino und deren Schüler?) 
Wie Ludwig, dessen Werk „Ueber die Grund- 
sätze der Oelmalerei" im Jahre 1876 erschien, nach- 
gewiesen, ist unter Olio d'abezz0 der sog. Venetianer 
Terpentin, der aus einigen Pinusarten ausfliessende 
Balsam zu verstehen und unter Olio di sasso das 
Steinöl oder Petroleum. 
Schon in dem erwähnten Buche spricht er (S. 127) 
von Petroleumfirnisfarben, über die er sich dann 
später ausführlicher geäussert hat. Ob vielleicht auch 
Dr. Bayer s do rfer, der gleichzeitig mit dem Meister von 
München nach Florenz zog, auf die Verwendung der 
„Firnisfarbe" Einfluss genommen hat, lässt sich nicht 
mehr versichern. 
Der Hauptgrund zur Verwendung dieses neuen 
Bindemittels war aber die grosse Schnelligkeit der 
Ausführung, die es Böcklin ermöglichte, in unverhält- 
nismässig kurzer Zeit seine Werke zu vollenden; sie 
standen schon in der ersten Anlage sozusagen mit 
dem Firnisüberzug versehen da, und "nach der ganz 
enormen Arbeitstätigkeit während der Florentiner 
Zeit zu urteilen  in den zehn Jahren hatte er 
beinahe hundert, teils sehr figurenreiche Werke ge- 
schaffen (Verz. Nr. 249 bis 338)  muss die Malerei 
mit Firnisfarben ungemein schnell von statten ge- 
gangen sein. 
4) Vergleiche meine Beiträge zur Entwicklungsgeschichte 
der Maltechnik, IV. Folge. Quellen für Maltechnik während der 
Renaissance und deren Folgezeit. München 1901, S. 57.,
        

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