Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454775
Die 
Florentiner 
Periode. 
109 
Bildern allerdings erinnert er sich, dass sie in reiner 
Tempera fertig gemalt sind, weil es dem Meister 
auch darum zu tun war, zu zeigen, wie weit in dieser 
Art auszuführen möglich ist. Von folgenden Bildern 
ist dies bestätigt und zwar von dem Porträt von 
A. Bayersdorfer auf Pappe (Verz. Nr. 258) von der 
"Flora, Blumen streuend" (Verz. Nr. 260, Holz), und 
der "Lautenspielerin" (Verz. Nr.  
Diese Gemälde stammen aus der ersten Zeit des 
Florentiner Aufenthaltes. 
Das räumlich grösste und auch wohl bedeutendste 
Temperabild der Florentiner Zeit ist die "Kreuz- 
abnahme" (jetzt in der Nationalgalerie). Es ist auf 
einer grossen Holztafel (164 : 250 cm) gemalt, und 
hier hat sich der Meister, seiner persönlichen Mit- 
teilung zufolge, der Ei-Emulsion bedient, indem er zum 
Eigelb gleich den Firnis (Leinöltirnis oder Kopal- 
iirnis?) hinzumischte. Zweifellos sind diesem Werke 
kleinere Versuche mit dieser Eiiirnis-Emulsion voran- 
gegangen; aber Böcklin gab sie auf, weil, wie er 
sagte, das Bindemittel "arg stinkig", und das Malen 
dann "zu unangenehm" würde. Diesen Uebelstand 
l") Als "Temperagemälde" der Florentiner Zeit sind im 
Verzeichnis ausser den schon angeführten noch genannt: 
253. Hochzeitsreise (zweite Variante), Holz. 
256. Flora, Brustbild, Holz. 
264. Bildnis der Klara Bruckmann, Brustbild, Holz. 
273. Der Schatzhüter, Pappe, Harztempera. 
286. Meeresbrandung (frühere Fassung), Leinwand, 
287. Frühlingsabend (erste Fassung), Leinwand. 
290. Selbstporträt (Ende der 70er Jahre), Leinwand. 
296. Bildnis der Frau Kopf als Melancholie. Leinwand,
        

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