Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454723
ß 
Temperamalerei und 
Firnisfarbe. 
sikalischen Optik intensiveren Meinungsaustausch ge- 
püogen haben mag. Auch Lenbach, dessen tech- 
nische Ambitionen mit Böcklin insoferne verwandt 
waren, als beide, jeder in seiner Art, die Wieder- 
erlangung der "alten Meister-Technik" anstrebten, ge- 
hörte zu seinem näheren Umgang. 
Aus der Liste seiner damals entstandenen Werke 
können wir entnehmen, dass er der Leinwand als 
Grund für Gemälde noch den Vorzug gab. Jedenfalls 
War auch die Technik anfänglich der von ihm ge- 
pfiegten Oelmalerei der Baseler Zeit gleich („Wiesen- 
quelle" nach Schicks Aufzeichnungen, s. oben S. 47). 
Es mögen in dieser Weise einige damals entstandene 
Bilder, „Heiliger Hain" (bei Schack), der „Kentauren- 
kampf" der Baseler Galerie, sein Selbstporträt mit 
dem fiedelnden Tod (Nationalgalerie), "Ceres und 
Bacchus" (im Speisesaal bei Kustermann) u. a. gemalt 
sein. Auf Goldgrund hatte er zwei Wandschirme 
(„Idyll" und "Malerei", jetzt teilweise im Baseler 
Museum) ausgeführt. 
Gleichzeitig hat aber Böcklin in seinen Tempera- 
versuchen nicht nachgelassen, ja, es scheint, dass er 
jetzt der schon früher (in Rom) geübten Technik 
grössere Vorteile abgerungen hatte, und die Ternpera 
nicht allein zur Untermalung, sondern zur völligen Aus- 
führung einiger Werke gebrauchte] Bezeugt wird 
dieser Umstand durch Floerke, der von Einführung 
der Eitempera in München durch den Meister im 
Jahre 1874 berichtet (S. 164) und durch die Bemer- 
kungen im Böcklin-Verzeichnis, dessen Redaktion von 
Freunden und dem Künstler nahestehenden Personen
        

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