Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454573
 
dritte Freskobild, den David (eine lebensgrosse 
Figur vor einer Nische, zu seinen Füssen eine Engels- 
figur); aber nach dem dritten Tage schienen nur noch 
die mit Kalk gemischten Farben zu binden, während 
die dunklen Schatten des Gewandes, das Schwarz der 
Harfe und das violette Eisenoxyd am fünften Tage, 
ohne gebunden zu haben, sich mit dem Finger ab- 
reiben liessen. 
Bei dieser Methode musste naturgemäss ein Miss- 
erfolg eintreten, so dass Böcklin sich veranlasst sah, 
dieses Bild gründlich zu übergehen. Einer späteren 
Eintragung Schicks zufolge, geschah dies "mit Oel- 
farbe (l) und Terpentin, was einschlug und so der 
Textur des Fresko fast gleichkam" (Schick a. a.  
Für die Ausführung der Museums-Fresken 
plante Böcklin ein anderes Verfahren. Hier wollte er 
ganz genau nach den Vorschriften Vitruvs vorgehen 
und die Technik der Griechen, die in den Malereien 
zu Pompeji und Herkulanum traditionelle Uebung ge- 
funden hatte, wieder erringen. In den Gesprächen mit 
Schick und Burckhardt ist immer wieder von den 
pompejanischen Malereien die Rede; sie untersuchten 
Proben antiker Fresken, die Schick aus Italien mit- 
gebracht, um die Zusammensetzung des Grundes 
kennen zu lernen (S. 179), und, obwohl Böcklin keine 
grosse Achtung vor Wiegmanns Buch über die 
Malerei der Alten und ihre Technik hatte, schien er 
dennoch dessen Ansicht beizustimmen, dass der Bewurf 
ein längeres Malen a1 fresko gestattet, wenn man 
ihn nur möglichst dick aufgetragen hat. 
Abermals werden Vitruvs Angaben verglichen
        

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