Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451757
Mal 
Das 
Körper 
Platzes 
beschränkt. 
Der 
Platz 
selbst 
wird 
für 
 
zum Dilrchgangsraum, sie mögen noch so lange dort 
hcrumstchen; er wird zum Krcuzwcg des Verkehrs 
auf den cin- und ausmündendcn Strassen. Es sci 
denn, dass sie sich in der Vorstellung auf den über- 
legenen Standpunkt der Mittelfigur erheben, oder 
vielmehr noch über das Haupt der Statue hinaus, 
zur Vogelperspektive. In dieser Verbesserung, die 
Wir soeben anbringen, prägt sich schon ein wich- 
tiger Unterschied aus. Versetzen wir uns in die 
Statue, die menschliche Gestalt, so ziehen wir damit 
auch die feste Richtung ihrer Vorderseite wie ihrer 
Rückseite an; sie kann die Drehung um die eigne 
Axe nicht mitmachen, die der Lebende vollziehen 
würde. Erst der ideale Standpunkt darüber ge- 
währt diese Beweglichkeit wieder. Das rein ideale 
Vorrecht, die Möglichkeit künstlerischer Auffassung 
des Platzes als Raumgebilde, geht also nicht ver- 
loren, wenn die Mitte tatsächlich durch ein Monu- 
ment eingenommen wird, sie wird sogar betont, er- 
leichtert, ja erzwungen durch diese Aufrichtung 
eines Mals an dieser Stelle. Ein solches Mal,  
denken wir zunächst an irgendwelchen ringsum 
gleichmässig, d. h. polygonal oder gar cylindrisch 
behauenen Stein, oder an einen Obelisken; einen 
tektonischen Körper ohne figürliche Zutat und ohne 
jede Andeutung einer bevorzugten Vorderseite,  
es ist ein krystallinisches allseitig gerichtetes Gebilde, 
wie der Platz selbst, und versinnlicht eben dadurch 
die allseitige Korresponsion mit der Umgränzung 
dieses Platzes. Es ist der verkörperte Ausdruck
        

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