Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451699
Der 
Gestaltungsraum 
des Bildners 
fremden kann, so wahr unser eigenstes Körpergefuhl 
das Vehikel unsres Anteils an dem gleichorgani- 
sierten Gebilde bleibt. Wir können ja nicht sagen, 
es sei des Bildners eigen "Fleisch und Blut"; denn 
die Plastik vermeidet grade diese Bedingungen des 
organischen Leibes, die Merkmale des Stoffwechsels 
und der Vergänglichkeit, aus denen sie den bleiben- 
den Wert befreien will; aber es besteht zwischen 
dem Gestaltungsraum des Bildners und seinem lebens- 
Warmen Gefühl doch nicht die Schranke, die der 
Rahmen des Gemäldes zwischen uns und dem Bild- 
raum jenseits errichtet. 
Die Plastik ist Darstellung unseres organischen 
Körpers nach seiner bleibenden Bedeutung, also auch 
ohne Beziehung zu einem umgebenden Raum, der 
diesen Körper bedingen, beeinträchtigen und in die 
Abhängigkeit vom allgemeinen Strom des Geschehens 
hineinziehen könnte. Ihre reinste Aufgabe sollte 
somit in der statuarischen Kunst anerkannt werden, 
d. h. im Gebiet der isolierten Rundplastik zunächst.
        

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