Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451532
Thonbildxlerei 
dann mit Thon bekleidet, bis es mehr und mehr 
dem Menschenkörper entspricht. Bei mindergrossen 
genügt vielleicht eine Mittelstange, d. h. die wirk- 
liche Aufrichtung des Höhenlotes auf einer Unter- 
lage, der Basis, die ebenso abstrakt den Boden be- 
deutet, auf dem dies Abbild stehen soll. Bei noch 
kleineren fungiert die erste Dimension rein ideell als 
Richtungsaxe des Wachstums von unten nach 
oben, die Kopf und Fufsfohlen mit einander ver- 
bindet, noch ehe das Rückgrat und das paarige Bein- 
gestell sich geltend machen und voneinander ab- 
setzen. 
,',Ich gehe also,  so schildert Hildebrand den 
Vorgang des Modellierens in Thon (S. 115) selber, 
 dabei vom Gegenstande 1) allein aus und ent- 
wickle ihn allmählich nach aussen und mir entgegen. 
Da mir von vornherein kein Raumkörper gegenüber 
steht (wie bei der Bearbeitung des Steinblocks), 
sondern ich ihn allmählich erzeuge, und zwar nur 
insoweit als ihn das Bild (Gebild) selber einnimmt, 
so gehe ich nicht von einer allgemeinen, sondern 
von einer gegenständlichen Raumvorstellung aus. 
Ferner, da ich den Thon rings um das Gerüst auf- 
baue, so bewege ich mich in meiner Vorstellung 
immer um den Gegenstand herum, d. h. ein be- 
stimmter Standpunkt dem Gegenstande gegenüber 
I) Das heisst eigentlich Gegenstandsvorstellung oder Idee des 
darzustßllßndßn Gegenstandes. Man lese hier einmal statt Gegen- 
Standi "Höhönlßi" oder "Mittelaxßßaauf die es im obigen Zusam- 
menhang ankommt.
        

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