Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451318
Der 
Augenschein 
Zusammenhangs 
des 
der 
Dinge 
hang, der die organische und die unorganische Natur 
verbindet, durch beide hin waltet, über alle Einzel- 
bildung und Distanzteilung hinweg geht, zu fassen. 
Die Veränderungen, die alle Formen und Farben 
unter dem vorübergehenden Einfluss der Tages- und 
Jahreszeiten, des Wetters und des Alters erleiden, 
die Abhängigkeit von den allgemeinen Gesetzen des 
Alls, da liegt sein Feld, auf dem keine andre Kunst 
mit ihm wetteifern kann. Begreiflicherwcäise mischt 
sich im Interesse des Menschen mit diesem sicht- 
baren Zusammenhang sehr leicht der unsichtbare, 
der nur durch andre Sinne vermittelt wird, wie der 
hörbare des Wortes, oder erst in der Vorstellung 
einleuchtet, wie der Kausalnexus. S0 dringen, bc- 
sonders auf dem Wege der mimischen Beziehungen 
zwischen den Figuren, aber auch zwischen Personen 
und Schauplatz, zwischen Dingen und ihrer Um- 
gebung,  poetische Beziehungen in den Darstel- 
lungskreis des Malers, und der Zusammenhang Für 
die Phantasie verbindet sich mit dem Zusammenhang 
für den Gesichtssinn, nicht selten in einem Grade, der 
die selbständige Existenz des Bildes als eines Kunst- 
werks für sich, als malerische Schöpfung gefährdet. 
Für die Malerei als Kunst bleibt natürlich die Bild- 
einheit des-Atlgenscheines das Kriterium ihrer Er- 
scheinungsform, und nur mit der Darstellung eines 
Zusammenhanges, den unser schauendes Auge zu 
erfassen, zu geniessen und zu vermitteln vermag, 
befinden wir uns im Mittelpunkt ihres Reichs, wo 
keine Nachbarin ihre Hand im Spiele hat. 
        

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