Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451297
Das 
des Malers 
Problem 
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Bildeinheit,  und zwar zunächst Für den Gesichts- 
sinn oder die Gesichtsvorstcllung. „In dem gegen- 
seitigen Bedingen der Erscheinungsgegensätze be- 
steht eine Einheit, die nichts gemein hat (oder 
richtiger: nicht identisch ist) mit der organischen 
oder der Vorgangseinheit in der Natur"  
Die einzelnen Form-Probleme für das Dar- 
gestellte ergeben sich erst mit den Anforderungen, 
die von Gegenstandsvorstellung und Weltvorstellung 
überhaupt an das Bild gestellt werden, oder mit den 
Ansprüchen an Vollständigkeit des Weltbildes im 
Einzelnen (also auch in plastisch körperlichem Sinne) 
oder im Ganzen (also auch in räumlich konsequentem 
Sinne), die der Maler selbst erhebt und herausfordert. 
Das Problem des Malers aber im allgemeinen 
oder das speciiisch malerische Problem, der 
Vorwurf der Malerei als Kunst im Unterschied von 
ihren Nachbarinnen, worauf es uns ankam, ist etwas 
ganz anderes.  
Das Hauptproblem der Malerei ist die 
Wiedergabe des Zusammenhangs zwischen 
den Dingen dieser Welt, also der Einheit 
des Ganzen, das uns umgiebt, -und zwar 
zunächst, soweit wir im Augenschein 
allein seiner habhaft werden können. 
Nicht ein Gegenstand an sich also, sondern in, 
mit und unter einer Situation, interessiert sie. „Viele 
Gegenstände sind ja an eine bestimmte Situation 
gebunden; so kennen wir sie nur als bestimmte 
Wirkungsform, und durch die Änderung der Situa- 
tion scheint sich ihre Daseinsform zu ändern," schreibt
        

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