Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451236
Bildes 
des 
Dynamik 
33 
nung der dritten Dimension als Tiefenbewegung ent- 
gegen. Bei dieser allgemeinen Tiefenbewegung er- 
fassen wir den Raum als Einheit" (45 f). 
Darin wäre mithin eine Art Dynamik in der 
ästhetischen Aufnahme des Bildraums aufgezeigt. 
Damit sie richtig ausgelöst werde, kommt es also 
einerseits auf die klare Gegenüberstellung der bei- 
den Faktoren, der Flächenerscheinung und 
der Tiefenwirkung, an und andrerseits auf die 
unfehlbare Anregung zum Vollzug der Einheit in der 
Tiefenbewegung. 
Demgemäss könnte, was zunächst die Fläche 
betrifft, unmittelbar an das früher über die Gegen- 
standsvorstellung Gesagte angeknüpft werden, da die 
Zeichen für diese sich schon in der Flächenpropor- 
tion auszusprechen pHegen  Dabei wird der Wert 
der zwei Grundrichtungen, nach der wir alle andern 
Verstehen, beurteilen und messen, der Senkrechten und 
der Wagrechten sich von selbst geltend machen. Im 
Grossen und Ganzen vertritt ja alles, was auf der 
Erde steht und wächst  also alle Körper  die 
Senkrechte; dagegen überwiegt in der Natur im all- 
gemeinen die horizontale Richtung, in der sich also 
die Gegenstände ausbreiten  Hier aber kommt 
es vor allen Dingen darauf an, dass die Einzel- 
erscheinungen auf der Fläche möglichst als all- 
gemeiner Flächeneindruck geeinigt werden, um der 
Tiefenbewegung gegenüber den nötigen Zusammen- 
halt und die fühlbare Widerstandsfähigkeit zu ge- 
winnen. Diese Einigung ist dadurch möglich, dass 
die einzelnen Flächenbilder gruppenweise in möglichst 
Sehmarsow, Plastik, Malerei u. Reliefkunst. 3
        

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