Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451226
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Plastik 
Malerei und 
Erscheinungsmittel alle Raumdimensionen als eine 
gemeinschaftliche Anregung. Damit lässt sich aber 
auch verstehen, wie die Einzelgegenstände durch die 
Stellung und Anwendung an der Darstellung des Ge- 
samtraumes arbeiten und je nach ihrer Verwertung 
die Raumanregung des Ganzen verstärken, andrer- 
seits durch die Verwendung an sich als Einzelgegen- 
stände stärker zum Ausdruck kommen, weil sie eben 
im Ganzen eine bestimmte räumliche Funktion haben, 
eine bestimmte räumliche Rolle spielen" (36 f). 
"Unsre Vorstellung erfasst nämlich den im Seh- 
felde erscheinenden Raum, indem sie in der vollen 
Ausdehnung jenes eine Bewegung nach der Tiefe 
ausführt, nach der Tiefe strebt  also auch beim 
Bildraume des Gemäldes. „Wenn wir uns Einzel? 
körper in diesen Raum gestellt denken, so bilden 
sie sozusagen Widerstände gegen diese allgemeine 
Tiefenbewegung, Flächenerscheinungen, die nicht 
weichen. Durch die allgemeine Tiefenbewcgung er- 
halten sie jedoch Volumen und, je nachdem diese 
Flächenerscheinung bestimmt präcisierte Merkmale 
besitzt, an denen die Tiefenbewegung hingleitet,  
erhalten sie ein präcisiertes Volumen, d. h. plastische 
Form." 
"Auf diese Weise werden alle räumlichen Be- 
Ziehungen und alle Formunterschiede von einem 
Standpunkte aus, sozusagen von vorn nach hinten, 
abgelesen. Die Gesamterscheinung leistet dieser ein- 
heitlichen Tiefenbewegung, je nach ihren Teilen, nur 
einen frühern oder spätern Flächenwiderstand. Die 
erste und zweite Dimension steht als Flächenerschei-
        

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