Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451110
des 
Symbol 
Das 
Gegenständlichen 
den Grad der Gegenständlichkeit, d. h. kurzweg die 
Grösse der Linien, in der Höhendimension allein, 
die wir ja deshalb als erste bezeichnen, weil sie uns 
selbst als Dominante unsres Leibes innewohnt und 
den Mafsstab für alle unsre Konkurrenten abgiebt. 
Die Mehrzahl dieser mehr oder minder senk- 
rechten Linien kann sich auf der Fläche nun aber 
-nicht anders ausdehnen, als in der zweiten Dimension, 
die noch übrig bleibt. Sowie es gilt, zwei, drei 
und mehr Gegenstände nur nach ihrem Unterschied 
von uns einzeln vorzustellen, so ergiebt sich auf der 
Fläche das Nebeneinander in horizontaler Richtung. 
Und soll gar das Grössenverhältnis dieser Ob- 
jekte unter sich bestimmt werden, so müssen sie 
sich vollends auf einer fortlaufenden Horizontalen, 
als gemeinsamer Grundlinie, aufreihen. Damit haben 
wir die Elemente einer Situation wieder beisammen, 
wie es für den primitivsten Vorwurf bildlicher Dar- 
stellung auf der Fläche gefordert wird. Wir durften 
also früher behaupten, die Wurzel der maleri- 
schen Schöpfung könne nur in der zweiten Di- 
mension gesucht werden?) Die erste ist, wie wir 
soeben gezeigt, für andere Funktion vollauf in An- 
spruch genommen. Die dritte Dimension aber giebt 
es vorläufig in der Fläche nicht; nur die erste oder 
die zweite können als Surrogat verwertet werden. 
I) Flüchtige Scribenten haben daraufhin allerdings fertig ge- 
bracht, zu behaupten: Hdem Verfasser sei das Malerische bekannt- 
lich_ die Breitendimension!" Auf Grund solcher Verdrehung wird 
es ihnen dann leicht, über die Ästhetik dieses Verfassers die Achseln 
zucken.
        

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