Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451032
Einleitung 
Versuch 
dem 
alten 
Unterschied 
der 
simultanen 
und 
der guccessiven Auffassung eine naturwissenschaft- 
liche Unterlage zu geben, muss doch noch anders 
angestellt werden, wenn wir wirklich seiner be- 
dürfen. _ 
„Wir stehen der Natur ja nicht nur als Augen- 
geschöpfe gegenüber, sondern mit allen unseren 
Sinnen zugleich," schreibt Hildebrand selbst einmal 
zu Anfang seines Weges  Aber beim Kunst- 
werk soll dies eben durchaus anders werden; da 
wird das Augengeschöpf möglichst isoliert, um den 
Gesichtseindrücken allein die Führung zu überlassen, 
weil wir durch ihren ungestörten Ablauf allein zu 
der befreienden Woltat gelangen, die uns die 
künstlerische Darstellung zu bieten vermag. Und 
diese "geheimnisvolle Woltat" wäre wieder nur 
eine klare Gesichtsvorstellung,  also ein Er- 
trag aller vorangehenden Arbeit an dem Material, 
das der höhere Sinn, das Auge, allein uns liefert.  
Weshalb?  
Wenn nun gerade durch die verborgenste Be- 
wegungstätigkeit unsres Auges dafür gesorgt wäre, 
dass die Verbindung mit unsern andern Sinnen 
nicht aufgegeben werde und verloren gehe, das heisst 
eine Isolierung der Gesichtsvorstellungen Platz greife, 
die nur menschliche Weisheit sich als begehrens- 
werten Vorzug ausgeklügelt. 
Wir stehen auch den Werken der Kunst nicht 
allein als Augengcschöpfe gegenüber, 
allen unsern Sinnen zugleich, 0b sie 
Wahrnehmung beschäftigt sind oder 
sondern mit 
nun bei der 
nicht. Wir
        

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