Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453204
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Schlussbetrachtung 
gilt dies aber für Architektur und für Malerei, wie 
das umgekehrte Verhältnis für Musik und Poesie. 
Das heisst zugleich für unser Schema, dass die ein- 
geschriebenen Zeichen immer nur das Grundelement 
berücksichtigen, dass eine Formel für jede Kunst 
aber auch diese Faktoren der Bewegung und Be- 
harrung, der Kraft und des Stoffes nicht Llnbenannt 
lassen dürfte. Doch nicht darauf kommt es uns an, 
noch auf irgend eine Befürwortung äusserlichen 
Formelkrams, sondern nur auf eine Erleichterung, 
die Leistungsfähigkeit unsres Princips zu über- 
blicken. 
So ist schon in unserer Bezeichnung des 
zweidimensionalen Auszuges aus Raum und Körper, 
welchen das Bild auf der Fläche zu geben hat, 
pmim-lg") die Stellung der beiden Faktoren variabel, 
je nach dem man von Plastik  oder Architektur 
(R) ausgeht, d. h. die Körpervorstellung oder die 
Raumyorstellung als leitendes Interesse Verfolgt. 
Stellen wir K voran, so entspricht die Formel mehr 
dem Übergang, der sich  mit plastischen Mitteln 
allein  auch in der Reliefkunst vollzieht, die wir 
als Zwischenreich zwischen Plastik und Malerei ein- 
tragen könnten. Dies Verhältnis würde noch ein- 
lcuchtender, wenn man den körperlichen Bestandteil 
als stark überwiegenden mit dem grossen Buch- 
staben, den räumlichen mit dem kleinen benennt, 
also K -l- r, WO es sich um Hochrelief handelt. Da- 
mit 
können 
aber 
der 
auch die Gebiete 
Malerei 
selbst 
unterschieden 
werden, 
nach 
dem 
wichtigen 
Fort-
        

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