Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453155
Reich 
Das 
der 
Kunst 
225 
definiert werden, denn als {iächenhafter Auszug aus 
Raum und Körper zugleich. den wir "Bild" nennen. 
Auch hier ist das neue Mittel zur Eroberung des 
räumlich-körperlichen Ganzen als Einheit, d. h. der 
sichtbaren Welt, zur Darstellung des Zusammenhangs 
der Dinge nach seinem Augenschein, nicht anders 
möglich, als durch Verzicht der beiden Elemente 
auf einen Teil ihrer vollen Existenz. Körper und 
Raum büssen in ihrem Abbild auf der Fläche tat- 
sächlich die dritte Dimension ein, aber nur, um sie, 
im Augenscheine wenigstens, bald desto reiner wieder 
zu gewinnen und sie desto unmittelbarer unsrer Vor- 
stellung zu vermitteln,  im "Fernbild" als "reinem 
Gesichtseindruck von sozusagen latenten Bewegungs- 
vorstellungen" (H. I2). 
Bezeichnen wir demgemäfs zu klarer Zusammen- 
fassung des Ergebnisses die vollkräftigen Elemente 
der „Wirklichkeit" Raum und Körper hüben, 
Laut und Gebärde drüben, einmal mit ihrem 
Anfangsbuchstaben, so liesse sich für das Bild die 
Formel WR-l-DIÜ, für das Wort die entsprechende 
Formel V17?) aufstellen, die selbstverständlich 
jeden mathematischen Anspruch ausschliessen, uns 
aber nützlich werden können, um innerhalb der 
Malerei hier, wie der Dichtung dort, noch Zonen 
mannichfaltiger Ökonomie mit diesen Grundelementen 
zu unterscheiden. Hier kommt es vorerst nur darauf 
an, das notwendige Verhältnis der Malerei und Poesie. 
als eines oberen Paares zu  zwei andern Künsten als 
ihren natürlichen Vorstufen zu charakterisieren. Das 
mag etwa in diesem Schema veranschaulicht werden: 
Schmarsow, Plastik, Malerei u. Reliefkunst. I5
        

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