Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453121
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Schlussbetrachtung 
selber. Auch sie rechnet überall mit der Rhythmik 
menschlicher Bewegungen, wie mit dem eigenen 
Körper des Subjektes, die allein den Mafsstab für 
die Ausdehnung gewähren, während auf der andern 
Seite die Aufrichtung der Raumform nach ihrem 
Willen zur Sicherung ihres Bestandes der Verkör- 
perung in dauerhaftem Material bedarf, je mehr ihr 
darum zu tun ist, die Grundlagen des Menschen- 
daseins, die sie darstellt, gegen den ewigen Wechsel 
des Zeitlichen zu behaupten. 
So stehen schon lnnenwelt und Aussenwelt in 
ihren elementarsten Voraussetzungen vor uns da, 
um im nächsten Paar der Künste, Mimik und Plastik, 
die unmittelbarste Verbindung mit dem Menschen, 
wie er leibt und lebt, zu bewähren. Ist doch die 
Eine nur seine Darstellung für die successive, die 
Andre seine Darstellung für die simultane Anschau- 
ungsform, wenn auch wieder Beide der Ergänzung 
durch den zweiten Faktor bedürfen 1). 
Im letzten Paare, Poesie auf Seite der zeitlichen, 
Malerei auf Seite der räumlichen Vorstellung, nimmt 
das Schaffen des Menschen es mit dem Zusammen- 
hang der Dinge auf, der sichtbaren Aussenwelt hier, 
der hörbaren lnnenwelt dort in erster Linie, die sich 
wieder gegenseitig ergänzen und durchdringen. In 
der Darstellung der Kausalität, nach der unser Er- 
klärungsbedürfnis Verlangt, erreichen sie den. Gipfel 
der geistigen Auseinandersetzung mit der Welt. Mit 
dieser Vermittlung eines Vorstellungsinhaltes, eines 
Vgl. 
ferner Heft I,
        

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