Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452879
oder 
der Wand 
Vor 
der 
Ecke 
197 
schoben 
oder 
mit 
Hülfe 
des Baumeisters 
durch 
eine 
Nische mit den'Wänden vermittelt, immer spielt 
der Schattenraum für die Wirkung mit und verschafft 
dem ügürlichen Wesen darin eine ziemlich selbstän- 
dige Existenz und Bedeutung. Das liegt nur an dieser 
Stelle unseres Sehraums, in dessen Natur wir die 
Erklärung gesucht haben, wie wir uns sofort über- 
zeugen, Wenn wir dasselbe Bildwerk vor die Mitte 
einer Wand aufstellen. Sofort wirkt es einerseits 
mehr als tektonisches Mal, indem es die Beziehung 
zum Axensystem des Raumes erhält und körperlich 
signalisiert; andrerseits aber fordert es reliefmäfsige 
Ausgleichung mit der tektonischen Fläche, büsst also 
an selbständigem Wert ein, indem es mit Baugliedern. 
in einen Rang tritt, die sich dem baulichen Zu- 
sammenhang einordnen, also notwendig zum deko- 
rativen Faktor herabsinken,  in eine Reihe mit 
Wandsäulen, Pilastern, seitlichen Rahrnenstücken 
und dergleichen, d. h. als Teil von einer Gesamt- 
heit abhängig werden. 
Damit kommen wir zu den Cäsuren und Inter- 
vallen, die das Sehfeld, wo seine Brcitenausdehnung zu 
gross erscheint, in sich zerteilen und in eine Reihe von 
mehr oder minder gleichberechtigten Ausschnitten 
auflösen. 
Wic aber kommen wir dazu?  Wir nähern 
uns bei der Betrachtung der verschiedenen Höhen- 
lagen des Raumes der Gränze, WO das menschliche Sub- 
jekt sich vorwiegend nur noch als Augengeschöpf be- 
währen kann. Ortsbewegung und Tastbewegungen be- 
haupten nicht mehr den Vortritt, sondern die Gesetze
        

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