Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452738
Gestaltungsprincipe 
der 
Mischung 
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vorübergehende Betrachtung beim Durchschreiten 
des Tores gedacht, auch nur unter diesen Be- 
dingungen der successiven Auffassung die volle 
Lebendigkeit und plastische Berechtigung gewinnen. 
In späteren Versuchen kühnster Art steigert sich die 
Verbindung wol zu drei verschiedenen Abstufungen 
des H0ch-, Halb- und Flachreliefs, freilich stets mit 
dem Zwang, die Höhendimension des Grundes an 
Stelle der Tiefe mitfungieren zu lassen. Wenn es 
auf einen gemeinsamen Namen für diese Kombina- 
tionen ankäme, so würde sich wol die Bezeichnung 
als gemischtes Relief am natürlichsten anbieten. 
Denn sie bedeuten allesamt keine einheitliche Lösung 
im Sinne eines neuen Gestaltungsprincipes und ver- 
tragen deshalb fast nie eine längere eingehende Be- 
trachtung, ja nicht einmal ein dauerndes Verweilen 
auf dem günstigsten Standpunkt, wo die wirksame 
Erscheinung doch beim ersten Anblick machtvoll 
genug überraschen mag. 
Schon der Aufbau einer Gruppe von Körpern, 
deren Zusammenhang auch nach der dritten Dimen- 
sion sich aussprechen soll, lässt ohne locker hinzu- 
geordnete Lückenbüsser eben unausgefüllte Lücken 
offen, wo der Raum als solcher mit seinem eigenen 
Anspruch hineinschaut. Die reichen Motive der 
Verbindung und Durcheinanderschlingung, die den 
sichtbaren Zusammenhang organischer Geschöpfe vor- 
wiegend im Nebeneinander von einem Ende bis zum 
andern verfolgen, sind schnell erschöpft. Es wird 
also leicht zu Beziehungen und Verknüpfungen 
innerer Art vorgeschritten, die sich nicht völlig,
        

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