Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452614
Hochrelief 
Das 
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die Komposition beherrschen. Sie ist auch für die 
weitere Durchbildung der Leiber in der dritten Di- 
mension von Vorteil, indem sie alle schwierigen 
Komplikationen vermeidet. Da kommt es auf wirk- 
lichkeitsgemäfse Verhältnisse in der Dicke Wenig an, 
wenn nur die volle Wirkung ihres Scheines erreicht 
wird, und auch dieser verläuft am sichersten ohne 
Überschneidungen und Unterbrechungen bis zur ge- 
lungenen Rechenschaft über die Gegenseite der Ge- 
stalt im Grunde. Dient doch diese offene Haltung 
und freie Überschau des ganzen Körpergebildes auch 
am besten dem innersten Anliegen des plastischen 
Künstlers, die "plastische Schönheit" der Kreatur zu 
zeigen und dem Genuss des Beschauers aufzutischen. 
Aber freilich der Reliefbildner geht nicht auf die 
Wiedergabe der organischen Schönheit des Einzel- 
wesens allein aus; er will sie im Zusammenhang 
mehrerer zeigen, wo die Reize der Bewegung und 
Beziehung sich so viel reicher entfalten. 
Wo kann also bei einer Vielheit von Organismen, 
die nebeneinander ausgebreitet werden, die Einheit 
liegen, die das Kunstwerk erst zum Ganzen erhebt? Die 
Frage liegt ähnlich wie bei der Gruppe. Aber die Ant- 
wort wird schon durch die grössere Anzahl von Figu- 
ren, die das Relief zu enthalten vermag, noch eher von 
der Aufrechterhaltung des organischen Gesichtspunktes 
oder der möglichsten Annäherung an diesen zurück- 
stehen uncl die einheitliche Zusammenfassung anderswo 
suchen als in der Komposition allein. Verschliesst 
sich nicht dieser die Möglichkeit eines strengeren 
Koncentrierens durch die Abschneidung der Tiefen-
        

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