Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450956
Einleitung 
Künstler selbst, sie gelassen hat. Tatsächlich" er- 
kennen wir in seinem Standpunkte diecharakteristi- 
sehen Merkmale des modernen Menschen, der einer- 
seits durch naturwissenschaftliche Schulung längst 
der naiven Ausbildung seiner Vorstellungswelt ent- 
rückt ist, andererseits aber in dem geschichtlichen 
Entwicklungsgange, den unsere Sinnesorgane durch- 
gemacht, und in dem notwendig damit verbundenen 
Wechsel in der Vorherrschaft des besonderen An- 
schauungskreises, die sich im ganzen geistigen Leben 
geltend macht, ebenso befangen bleibt, wie alle 
anderen Kinder seiner Zeit. Dies nachzuweisen, aus 
den eigenen Werken wie aus dem gedruckten Be- 
kenntnis, wäre die Aufgabe des Historikers, der 
Adolf Hildebrand als Künstler des neunzehnten Jahr- 
hunderts charakterisiert. Wir Würden uns anheischig 
machen, die psychologische Übereinstimmung auf- 
zuzeigen. Hier jedoch ist es nicht unseres Amtes. 
Eine Argumentatio ad hominem bleibt aus dem Spiele, 
wo wir es lediglich mit den ausgesprochenen An- 
sichten und deren sachlicher Begründung, nicht mit 
der persönlichen Anlage als Künstlerindividualität zu 
tun haben. 
An einer Stelle des Büchleins begegnet uns indes 
ein so frappanter Ausdruck {persönlichen Empfindens, 
dass ich mir nicht versagen darf, den überraschen- 
den Wink herauszuheben, ja davon auszugehen; denn 
er giebt dem Leser meines Erachtens auf einmal den 
Schlüssel zum Verständnis der Lösung in die Hand, 
die Hildebrand für das Problem der Form in der 
bildenden Kunst uns allen angeboten hat.
        

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