Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452451
und Tastregion 
Sehfeld 
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der Mitte unseres Sehfeldes liegt, wird am stärksten 
wahrgenommen, nach dem Rande zu verschwindet 
dieser Eindruck.  Ebenso wird das, was direkt 
vor der Distanzschicht, vor der eigentlichen 
Bühne ist, noch als Übergang mit wahr- 
genommen. Der eigentliche Raum aber, 
welcher erscheint, liegt hinter dieser 
Distanzschicht oder fängt mit dieser erst 
eigentlich an." 
Dieser eigentliche Raum, der als Fernbild im 
engern Sinne erscheint, ist der Bildraum, sagen wir 
einmal des Landschaftsmalers vorzugsweise. Wir 
müssen ihn hier ausscheiden, wo es gilt den Spiel- 
raum für die Plastik zu finden. Wenn nun jener 
„Übergang", der noch mit wahrgenommen wird, 
eben die Übergangsregion wäre, die wir suchen, 
d. h. grade die Zone, wo unsere Tastregion noch in 
das Sehfeld hineinragt und direkt vor der Distanz- 
schicht auftritt, mit der oder hinter der das Reich 
des Fernbildes beginnt? 
Hier liegt der Rahmen des Bildes, der mehr 
oder minder reliefmäfsig ausgeführt zu sein pflegt, 
und eben als Übergang zwischen dem wirklichen 
dreidimensionalen Raum, in dem wir stehen, und 
dem "idealen Raum des Bildes, in den wir hinaus 
schauen, zugleich vermittelt und scheidet. Er ist 
für die Bildfläche eine positive Instanz, die ihr 
das selbständige Schalten und Walten im Innern 
dieses Ausschnittes sichert und den Aufbau der 
Welt, die der Maler darin ertäuschen kann, als eigne, 
Für sich bestehende garantiert. Er ist für den Be-
        

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