Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452312
Gicbelgruppen 
141 
Situation, oder gar als Einheit der Idee, gesucht 
werden. Aber alle drei Einheiten, der Handlung, 
der Zeit, des Ortes, die man im höchsten poetischen 
Kunstwerk sucht, sie helfen bekanntlich nicht zur 
Einheit in der bildenden Kunst. Da kann nur noch 
Eins erreicht werden, nämlich die Einheit der Wir- 
kung,  freilich nur für den entfernten Standpunkt, 
für den sie gedacht sind, und von dem sie allein 
betrachtet werden dürfen. In der Tat wirken sie an 
ihrer Stelle am ganzen Bauwerk wie ein starkes 
Hochrelief vollkommen befriedigend, und zwar nicht 
ausschliesslich in der Richtungsaxe, die grade auf 
die Mitte der Front geht, sondern in ziemlicher 
Breitenausdehnung der parallelen Standlinie, nach 
links und rechts, so lange die .Giebelseiten nicht 
eigens durch ihren Vorsprung den seitlichen Anblick 
verschliessen. 
Sie tragen also ihren Namen "Gruppe" nur 
noch in uneigentlichem Sinne, was die Plastik als 
solche angeht, können aber, ihres kubischen Be- 
standes wegen, auch zur Reliefkunst noch nicht ge- 
rechnet werden. Sie zeigen uns nur den Übergang 
zu dieser, auf den die dekorative Skulptur im Ein- 
vernehmen mit der Baukunst selber gekommen warß) 
I) Vgl. zum Folgenden E. H. 
und den Unterschied der plastischen 
Berlin 1815. Weiteres schon Heft I, 
Toelken, Über 
und malerischen 
S. 2, Anm, 3. 
das Basrelief 
Komposition.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.