Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452218
Gruppe 
der 
Malerei 
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Figuren, die unter sich in Beziehung stehen oder 
deren Tätigkeit auf einander gerichtet sein müsse. 
Sie können ebenso gemeinsam nach aussen auf das 
gleiche Ziel gerichtet sein. ja, es braucht überhaupt 
kein geistiger Zusammenhang, keine mimische Rela- 
tion, keine poetische Kausalität zwischen ihnen zu 
walten, cbensowenig wie dies bei einer "malerischen 
Baumgruppe" der Fall ist. Die Bildeinheit ist für 
das Gemälde die höchste Instanz und auf den „Er- 
scheinungszusammenhang' eines Teiles dieser Ein- 
heit bezieht sich der Ausdruck Gruppe allein, so- 
lange wir den Atlgenschein ausschliesslich für sich 
selber betrachten. 
Die Plastik dagegen,  das kann nach diesen 
Erörterungen nicht mehr zweifelhaft sein  erkennt, 
solange sie auf ihrem eignen Grund und Boden 
waltet, als höchste Instanz die Einheit des mensch- 
liehen Organismus, soweit sich diese in der äussern 
Körperform ausprägt, der sichtbaren und tastbaren 
Gestalt, bis an die Gränze der Ortsbewegung aussen 
und die Gränze des Stoffwechsels innen. Für ihren 
Anschauungskreis ist also die Definition Hildebrands, 
die Gruppe sei ein ,,Erscheinungszusammenhangt', 
zu weit. Sie müsste als Lösung dieses Problems 
zunächst die Herstellung eines organischen Zusam- 
menhangs fordern. Eine "organische Einheit" zwi- 
schen zwei oder mehreren Geschöpfen giebt es je- 
doch nur bei der Mutter mit dem ungeborenen Kind 
in ihrem Schofs. Wollten wir auf die Tierwelt 
übergreifen, kämen wir bis zum Känguruh, das 
seine lebendigen jungen wieder in der Tasche mit
        

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