Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452164
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Die plastische 
GruPPe 
zu bezeichnen. Sowie sie jedoch soweit zusammen- 
rückt, dass sie dem Beschauer auf der Erdoberfläche 
schon übersichtlich erscheint, stellt der Ausdruck 
Gruppe sich unbedenklich ein, wie bei einer Veste, 
einem Fort, einem Schloss von gleicher Anlage. 
Die Gesetze architektonischer Gestaltung mögen im 
ersten Falle ebenso walten, wie im letztem, d. h. 
Proportionalität in der Höhen-, Symmetrie in der 
Breiten- und Rhythmus in der Tiefen-Dimension. 
Betrachten wir darnach etwa die Chorpartie 
einer spätromanischen Kirche von reichster Ent- 
wicklung, z. B. in den Rheinlanden, so haben wir 
die festere[Zusammenfassung im Sinne des Kom- 
plexes noch mit der systematischen Aufstellung im 
Luftraume zusammen vor uns. Legen wir durch die 
Drei-Konchenanlage mit ihren, Turmtrabanten am 
Chorhaupt, ihrem Vierungsturm dazwischen, eine 
Horizontalebene in der Höhe, wo jeder dieser Bau- 
teile als selbständiger Körper heraustritt, so haben 
wir ein gesetzmäßig gegliedertes System im obigen 
Sinne, eine Gruppe, aber ohne körperlichen Zusam- 
menhang,  jedoch für jede natürlich sich bietende 
Ansicht einen ,,Erscheinungszusammenhang" für das 
Auge. 1) Erst wenn wir den untern Teil dieser 
Chorpartie mit überschauen, wo die genannten Einzel- 
glieder eng mit einander verbunden sind, kommt 
auch der körperliche Zusammenhang hinzu und be- 
rechtigt uns von einer „tekto mischen Gruppe" 
im strengeren Sinne zu reden. ja, wenn wir die 
Man 
vergleiche 
hiermit 
Lutherdenkmal in Wor: 
das
        

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