Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452071
und Bildraum 
Gestaltungsrauln 
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„Bei der Darstellung handelt es sich. ja grade dar- 
um, durch die hervorgebrachte Erscheinung und nur 
durch sie diese Vorstellung des Raumes zu er- 
wecken. Bei dem engen Rahmen des Bildes, 
den spärlichen und stabilen Mitteln, die nur durchs 
Auge und nur in beschränkter Weise wirken kön- 
nen, muss der Künstler"  wir denken gewiss in 
erster Linie beim eingerahmten Bilde nur an den 
Maler! -i„sich klar sein, was es für Konstellationen 
in der Erscheinung sind, die am unfehlbarsten, am 
zwingendsten im Beschauer dies Raumgefühl, diese 
elementarste Wirkung der Natur erzeugen." 
Das ist freilich wieder ein Appell an das Gefühl 
des Künstlers wie des Beschauers, also bis in die 
Regionen des Unbewussten hinab; damit ist aber 
auch die Aufgabe der Malerei, und zwar im Sinne 
des Realismus, klar ausgesprochen, und es handelt 
sich nicht mehr um den Gestaltungsraum des 
Bildhauers, geschweige denn um das Volumen der 
isolierten Rundfigur, sondern um den Bildraum 
des Malers, oder was mit diesem zu wetteifern ver- 
sucht, der Reliefkunst.
        

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