Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452067
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Rundplastik 
Isolierte 
ren Standpunkt des abtastenden Sehens vertausch- 
ten, dureh das allein wir Bewegungsvorstellungen 
gewinnen und das Material für unser Formsehen, 
für unser plastisches Forrngeifihl erlangen. Es 
müsste alsö auch mit dieser Grundlage zunächst 
auszukommen sein, wenn es gilt, das eigenste Ver- 
fahren der Plastik in Übereinstimmung mit sich 
selbst zu finden. 
Grade hiervon jedoch wendet Hildebrand sich 
ab. „Da wir ihn (diesen Gerüstbau aus Körpern) 
aber als Erscheinung fürs Auge erfassen sol- 
len, so handelt  sich dabei um eine Anordnung 
der Gegenstände, insofern diese als Erscheinung 
die Bewegungsvorstellung fortführen. So tritt das, 
was beim Einzelkörper als Modellierung furs Auge 
geschieht, auch wieder durch die Einzelkörpei- fürs 
Ganze in Kraft. Dadurch wird das Ganze ein 
ebenso zusammenhängender modellierter Raumkör- 
per, wie der Einzelkörpei- an sich", (35)  d. h. 
lediglich durch den Augenschein. 
Soweit vermochten wir zu folgen, wenn es nun 
erlaubt würde, auf den geschlossenen Innenraum 
anzuwenden, was oben über die Lösung des gemein- 
samen Problems auf dem Platz unter freiem Himmel 
gesagt worden ist. In der Tiefenbewegung des 
Blickes vollzieht sich auch hier der rhythmische 
Ausgleich zwischen dem Widerstand der Körper 
und dem Vorwärtsdringen des schauenden Subjekts 
mit seiner Raumvorstellung. 
Indess dem Künstler, der hier redet, ist mehr an 
der Analogie mit dem malerischen Problem gelegen:
        

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