Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452041
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Isolierte 
Rundplastik 
einzelt bleibt, sondern fortgeleitet wird und, sich 
mit einer andern verbindend, weiter und weiter nach 
allen Dimensionen hin den allgemeinen (i: gemein- 
samen) Raum durchwandert, so dass wir an der 
Hand solcher Bewegungsvorstellungen das ganze 
Volumen oder den allgemeinen Raum durchleben 
und als Ganzes und Lückenloses auffassen. Es 
handelt sich also darum, mit den Gegenständen 
einen Gesamtraum aufzubauen, sozusagen ein Be- 
wegungsgerüst zu schaffen, welches, obschon durch- 
brochen, uns dennoch ein kontinuierliches Ge- 
samtvolumen deutlich macht._ Dadurch wird der 
Einzelgegenstand zu einem Bauteile und erhält 
seine Stelle im Hohlraum aus dem Gesichtspunkte 
der allgemeinen Raumentwicklung und seiner Fähig- 
keit, die Raumvorstellung zu erwecken und weiter 
zu leiten." 
"Soweit haben wir uns diesen Gerüstbau pla- 
stisch klar gemacht," schliesst Hildebrand diese wich- 
tige Darlegung. Richtiger dürfte er allerdings vor- 
erst den Ausdruck "tektonisch" statt plastisch 
brauchen, da er von Bauteilen redet, bei denen es 
zunächst noch unentschieden bleibt, wie weit sie 
sich den Formen der organischen Natur nähern oder 
wirklich plastische Bildwerke im engern Sinne dar- 
stellen. Das Wichtigste an dem geschilderten Ver- 
fahren ist aber das beiden Kategorieen Gemeinsame, 
die Körperlichkeit dieser Gegenstände, und das Aus- 
gehen der ganzen künstlerischen Ökonomie von 
diesen plastisch-tektonischen Körpern, durch deren 
Anordnungen im Verhältnis zu einander die Vorstel-
        

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