Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452029
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Isolierte 
Rundplastik 
liandlung hineinzuziehen. Unser Führer selbst zeigt 
uns freilich den Weg, wie wir diesen Gesichtsein- 
druck des Raumausschnittes mit Bildwerk Wieder in 
einen eminent bildnerischen verwandeln können, 
indem wir ihn nicht als Raumgebilde, wie der Ar- 
chitekt, nicht als Bildraum, wie der Maler, auslegen, 
sondern als Gestaltungsraum, dessen Charakter wir 
oben darin gesucht haben, dass er mit bildnerischen 
Bewegungsvorstellungen durchdrungen und mit deren 
Niederschlag, der plastischen Gliederung, durch- 
setzt sei. 
"Unter einem Raurnganzen verstehen wir den 
Raum als dreidimensionale Ausdehnung," schreibt 
Hildebrand, vdas nach den drei Dimensionen sich 
bewegen können oder bewegenw unserer Vorstel- 
lung; sein Wesentliches ist die Kontinuität. 
Stellen wir uns deshalb das Raumganze vor wie 
eine Wassermasse, in die wir Geiässe senken und 
dadurch Einzelvolumina abgränzen als die bestimm- 
ten geformten Einzelkörper, ohne die Vorstellung 
der kontinuierlichen Wassermasse zu verlieren." 
Dieses Raumganze müssen wir uns also vorstellen 
"als einen Hohlraum, welcher zum Teil durch die 
Einzelvolumina der Gegenstände, zum Teil durch 
den Luftkörper erfüllt ist. 11) Er existiert nicht als 
ein von aussen begränzter, sondern als ein von 
innen belebter." Wir könnten Hildebrands Absicht 
I) S. 34 lautet es allerdings "so müssen wir vorerst 
Naturvolumen p 1a s t i s c h vorstellen als einen Hohlraum", 
jedoch W01 richtiger „ s t e re o m etris ch " heissen. 
dieses 
sollte
        

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