Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1452001
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Rundpl astik 
Isolierte 
auch die Bildwerke aus der Mittclregion, aus 
Bannkreis der Lebensaxe weichen. Damit 
dem 
aber 
rücken sie naturgemäss aus den Bedingungen der 
isolierten Rundplastik heraus, die wir vorerst allein 
betrachten, und treten in die Wandregion, die 
ihren EinHuss, wenn auch nur als Folie, auf sie 
ausübt. 
Sowie 
wir 
aber 
dem 
näheren 
Umkreis 
des 
Bewohners, den 
Bilclwerke "unter 
solch ein Innenraum darbietct, die 
das Menschenmafs verkleinern, so 
mindern sich auch alle Ansprüche der Körper als 
Unsersgleichen, und sie stören nicht mehr. 
 „Im geschlossenen Raum, wo derStandpunkt 
ein näherer ist, sagt deshalb auch Hildebrand, wird 
die Sachlage eine andere (als unter freiem Himmel). 
Hier kann die innere Form den Gegenstand ver- 
deutlichen"  80). „Bei geringerer Distanz besitzen 
wir ein kleineres Sehfeld, und da es nach dem Rande 
zu verschwommen ist, und seine Kraft im Centrum 
liegt, so darf das, was den Gegenstand verdeutlicht, 
nicht am Rande, sondern muss nach der Mitte des 
Sehfeldes zu liegen. Das Mittel der klaren Silhouette 
Verlangt einen Weitern Standpunkt, wo wir sie leicht 
überblicken können. In der Nähe aber, wo die 
Figur mehr und mehr das ganze Sehfeld einnimmt 
oder gar überragt, dürfen wir nicht der Auskunft, 
welche die Begränzung uns giebt, benötigen, son- 
dern wir müssen umgekehrt sie entbehren können. 
Das hat dazu geführt, in solchem Fall die Begrän- 
zung möglichst ruhig eine Gesamtmasse umschliessen 
zu lassen", damit die Figur desto einheitlicher er-
        

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