Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451969
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Isolierte 
Rundplastik 
Im Ausgleich des objektiven Entgegenstehens, 
ja Entgegendringeils und des subjektiven Vorwärts- 
dringens zum fühlbaren Vollzug des Tiefendranges, 
darin liegt die Einheit der Lösung Für das künst- 
lerische Gesamtproblem, das den ganzen Raum des 
Platzes als "ideelle Raumeinheit" und die volle Kör- 
perlichkeit des Standbildes darin umspannt. Ob für 
den schweifenden Blick oder das ruhige Schauen, 
es ist ein rhythmischer Verlauf der Bewegung, und 
die Lösung des künstlerischen Problems ist Eurhyth- 
mie der Raum- und Körperwerte für das 
menschliche Subjekt. 
Gehen wir zur Klärung weiterer Möglichkeiten 
zunächst zur Betrachtung der isolierten Rundplastik 
im Innenraum über. Mannichfaltige Vermittlungen 
liegen zwischen dem Platz unter freiem Himmel und 
dem geschlossenen Innenraum. Ein Binnenhof nähert 
sich schon den Verhältnissen eines grossen Sales, 
indem er noch immer Licht und Luft der Aussenwelt 
teilt; die Cella eines Hypäthraltempels drängt diese 
Bedingungen schon sehr in die Enge; Galerien, deren 
Arkaden sich ins Freie öffnen, verbinden die Be- 
leuchtung unter freiem Himmel mit den dämpfenden 
Schatten ihrer Wölbung oder Decke. Der ge- 
schlossene Innenraum aber bietet je nach der An- 
lage die verschiedensten Grade der Helligkeit und 
nicht selten mehr als eine Richtung der Lichtzufuhr, 
die den Charakter bestimmen und bei der An-
        

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