Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451941
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Isolierte Ruudplastik 
Körper also in Ortsbewegung daran entlang gleiten. 
S0 wird aus der Breite schon im Vollzug nach einer 
Richtung die Länge, d. h. indem wir die gewohnte 
Vorwärtsbewegung darauf anwenden. Und diese 
Vorwärtsbewegung ergiebt eigentlich die dritte Di- 
mension, die vor uns liegende Tiefe. Weil wir ge- 
wohnt sind, vorwärts zu gehen, Vorwärts zu tasten 
nach etwa entgegenstehenden Hindernissen auf dem 
Wege, die wir als Gegenstände anerkennen müssen, 
eben weil sie uns Widerstand leisten, ebendeshalb 
postuliert auch das Auge, sowie es über den Wir- 
kungskreis der Tastorgane hinaus als weiteres Hülfs- 
mittel der Orientierung hinzukommt, die weitere Er- 
streckung in der nämlichen Richtung, vor uns hin. 
Die dritte Dimension geht also immer vom Subjekt 
aus und bleibt als Bewegung nach vorwärts auch 
im Schauen fühlbar; deshalb erleben wir in ihr erst 
die bis dahin zweidimensionale Auseinandersetzung 
der Gegenstände vor uns in vollem räumlichen Sinne. 
Deshalb übersetzen wir Alles, was wir ermessen 
Wollen, in die Richtung vor uns her, selbst die Aus- 
dehnung in der Breite, die quer vor uns zu liegen 
scheint, indem wir sie von einem Ende bis zum 
andern mit unserm Blick verfolgen, sie absehen, in- 
dem wir uns punktuell an den Anfang versetzen und 
den Weg des Punktes in der Linie durchmachen 
wie eigene Ortsbewegung unsres Leibes nach Vorn 
zu, auf. das Ziel hin. 
Deshalb müssen wir auch jedes räumlich-körper- 
liche Kunstwerk, also den Platz als Raumgebilde 
der Baukunst, wie das Standbild darauf als Körper-
        

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