Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451932
Entstehung 
Tiefenschau 
1 03 
Ortsbewegung auf unsern Füssen nehmen wir ja das 
Raumvolumen unseres Körpers mit von Ort zu Ort, 
wie die Schnecke ihr Gehäuse. Deshalb geben wir 
auch unserm körperlichen Ebenbild, der Statue, ihr 
Zugehöriges Raumvolumen mit als ihren ästhetischen 
Raum und anerkennen dies unsichtbare Gehäuse als 
Gränze 
des 
isolierten 
Gebilds. 
Durch 
kontinuier- 
liche Wiederholung unseres Raumvolumens entsteht 
ja Schritt Fur Schritt auch das Raumgebilde, das 
der Mensch als sein Gehäuse, seinen Spielraum um 
sich herstellt: die architektonische Schöpfung. Ihre 
natürlichste Mafseinheit ist das eigne Raumvolumen 
des Menschenleibes selber. Bei unsrer Ortsbewegung 
auf dem gemeinsamen Boden hin nehmen wir aber 
noch ein weiteres Raumvolumen mit, unsere Tast- 
sphäre, die sich ringsum ausdehnt, soweit unsere 
Arme reichen. Auf diesen Umkreis beschränkt sich 
die nächste grundlegende Auseinandersetzung mit 
den Dingen der Aussenwelt, in ihm erwachsen die 
Grundbegriffe unsrer räumlichen Orientierung, also 
auch die Elemente der dreidimensionalen Auffassung. 
Hier objektivieren sich die beiden ersten Dimen- 
sionen; die Höhe als Merkmal jedes Objekts neben 
uns, ausser uns; die zweite Dimension als Weite 
über unsern eignen Leib hinaus, also auch sie neben 
uns, dannausser uns. Der Gegenstand, der ausser 
der unentbehrlichsten Eigenschaft der Höhe auch 
noch Breite hat, drängt uns diese Ausdehnung, so 
lange wir nicht sehen, nur auf, wenn wir mitunsern 
tastendcn Händen daran nach beiden Seiten hinaus- 
fahren , 
oder 
aber , 
indem 
wir 
mit 
111156111") 
ganzen
        

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