Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastik, Malerei und Reliefkunst in ihrem gegenseitigen Verhältnis
Person:
Schmarsow, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1450617
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1451808
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Rundplastik 
Isolierte 
Zusammengehörigkeit aller seiner Teile zum Ganzen 
nacherlebt, grade nicht bei der einen bevorzugten 
Vorderseite, sondern fordert auch die andern drei 
als mehr oder minder unentbehrliche Ergänzung. Je 
stärker die Richtung des Willens oder des Aus- 
drucks nach vorn betont, die Gliedmaßen und das 
Antlitz in lebhaftem Spiel zusammenwirken, desto 
entschiedener wird auch der Anspruch an die Rück- 
seite, die Einheit des organischen Gewächses in 
seiner Selbständigkeit zu betonen, das Bestehen in 
ruhiger Beharrung als Einzelwesen gesichert darzu- 
tun, und desto notwendiger wird zwischen diesen 
Gegensätzen gesteigerter Bewegtheit und nachdrück- 
lichen Zusammenhalts, zwischen Vorder- und Rück- 
seite, die ausgleichende und überzeugende Ver- 
bindung auf der rechten wie der linken Hälfte des 
Körpers. Die vier Ansichten, die wir von einander 
sondern mögen, wenn wir uns darum bemühen, 
einigen sich aber nicht allein, indem sie auf dem 
Grunde des eignen Körpergefühls unvermerkt und 
notwendig zusammenfliesseil, sondern werden auch 
in der Region geläuterter Vorstellungen sicher von 
der stillen Arbeit dieser zu einem Ganzen zusammen- 
gewoben, das in seiner überlegenen Synthesis auch 
Bewegtingsvorstellungen und Gesichtsvorstellungen 
unter Aufhebung ieder quälenden Diskrepanz zu ver- 
binden weiss. 
Nur eine Schwierigkeit ist in den tatsächlichen 
Bedingungen eines weiten Platzes gegeben, der vom 
Bildwerk selber entgegengewirkt werden muss, da- 
mit der Verlauf dieser Vorstellungsreihe sofort richtig
        

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