Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Anton Graff
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440996
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1442168
Erhaltene Portraits. 
academie am 5. März 17943) Sowohl der Körper wie das glattrasirte Ge- 
sicht mit der feingeschnittenen Nase und den dunkeln Augen und Brauen 
ist nach links gewandt. Reinhard trägt eine weisslich blonde Perücke, engen 
bis oben zugeknöpften schwarzen Rock, weisse Halsbinde und Priesterbäff- 
chen. Der linke Arm hängt frei herab, über den rechten ist der schwarze 
Priestermantel gelegt und die Hand in dem vorn aufgeknöpften Rocke ver- 
borgen. Dresden, Sacristei der Sophienkirche. Stich von C. Pfeiffer (fol) 
und (als Brustbild ohne Hand) von H. Lips  
116) Christian Gottlob Einert, 
Stadtrichter in Leipzig. 
Brustbild h. 0,78 br. 0,625, gemalt 1794, in dem Jahre, in welchem 
Einert Stadtrichter wurde. Der Körper ist von rechts gesehen, das Gesicht 
mit der spitzen Nase und den kleinen blauen Augen nach vorn gewandt. 
Einert trägt gepudertes perückenartig geordnetes Haar, schwarzen Rock mit 
umgeschlagenem Sammetkragen, weisse Halsbinde, Busenstreif, und hat die 
linke Hand in dem vorn aufgeknöpften Rocke verborgen. Leipzig, Rath- 
haus, Stadtcasse N0. 51. 
117) Anton Graff im Alter von 58 Jahren. 
Ganze Figur h. 1,68 br. 1,07, geliefert auf die Ausstellung der Kunst- 
academie am 5. März 1795. Der Körper ist von rechts gesehen, Kopf und 
Blick scharf nach vorn gewandt. Graff sitzt auf einem mit schwarzem 
Wachstuch gepolsterten Stühle, dessen Lehne dem Beschauer zugekehrt ist, 
und trägt Schnallenschuhe, schwarzseidene Strümpfe, schwarze Kniehose, 
langen graubraunen Hausrock und gepudertes Haar. Den rechten Arm hat 
er über die Stuhllehne gelegt, in der linken Hand hält er Palette und meh- 
rere Pinsel. Vor ihm steht eine Staffelei und darauf ein angefangenes Bild. 
Dresden, Kgl. Gemäldegällerie Kat. N0. 1970. Stich (als Hüftbild) von 
j. G. Müller   Klaebe in seinem "gelehrten Dresden" von 1796 
meint, man könne auf das Bild das anwenden, was Kleist über das Selbst- 
bildniss RaffaeYs sagte: 
Der Tod, der Raphaeln dem Erdkreis rauben wollte, 
Von dem Verhängniss abgeschickt, 
Stutzt, als er dessen Bild erblickt, 
Unschlüssig, welchen er von beiden nehmen sollte. 
Nimm jenen nicht, sprach Raphael, nimm mich, 
Denn dieser ist unsterblicher als ich! 
lig-i 
Neues 
MeusePs 
Museum I p. 
252.
        

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