Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Anton Graff
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440996
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1442061
Erhaltene Porttaits. 
Busenstreif und Spitzenmanchetten und hat die linke Hand in der vorn auf- 
geknöpften Weste verborgen. Leipzig, Rathhaus, Stadtcasse N0. 48. 
82) 10h. Friedr. Reinecke, 
Schauspieler, 1747-1787. 
Brustbild h. 0,66 br. 0,54, geliefert auf die Ausstellung der Kunst- 
academie am 5. März 17849) Der Körper ist von vorn gesehen, Kopf und 
Blick nach links gewandt. Reinecke trägt gepudertes in eine Rolle gelegtes 
Haar und rothen am Kragen und an den Aermeln mit braunem Pelz ver- 
brärnten Rock; um den weit offenstehenden Hemdkragen hat er einen blau 
und rothgetupften gelben Shawl geschlungen, die rechte Hand in dem vorn 
aufgeknöpften Rocke verborgen. Das Bild befindet sich im kgl. Hoftheater 
zu Dresden und ist gestochen von I. G. Seiffert 1788  
83) Philipp Daniel Lippert, 1702-1785. 
Ovales Brustbild h. 0,66 br. 0,55, gemalt vor 1785, im Grossh. Museum 
zu Weimar Kat. N0. 60. 
84) Minna Stock, 
Mutter Theodor Körnefs, als Braut. 
Ovales Brustbild h. 0,63 br. 0,51, gemalt 1785. Die Büste ist von vom 
gesehen, der Kopf mit dem schwarzen sinnvollen Auge und der feingeschnit- 
tenen Nase scharf nach rechts gewandt. Minna Stock trägt langes schwarzes 
von einem blauen Sammetbande zusammengehaltenes Haar, das in zwei 
starken Locken auf beide Schultern herabfallt, und ein hellblaues Mieder. 
Der Busen ist nur wenig von einem feinen schleierartigen Tuche verhüllt, 
das sie über die Schultern gelegt und über der Taille zusammengebunden 
hat; Rücken und Arme bedeckt ein schwarzseidener Umhang. Ueber die 
 
I) Hasche's Magazin der Sächs. Gesch. I p. 137. 
2) Ein Zeitgenosse machte auf dasselbe folgendes Gedicht: 
Grail", der Du unter Deinen Malern bist, 
was Reinecke Thalieifs Kindern ist, 
wie schön ist Dir des Mannes Bild gelungen, 
der uns als Lear oft siisse Thränen abgezwungen, 
mit wilden Schrecken unsre Brust entiianimt, 
wenn er, Venedigls Mohr, getäuschter Liebe Qualen, 
die Eifersucht und Jago ihm so scheinbar malen, 
mit Dolch und Mord an seiner Gattin rächt, 
die nie der Ehe heiPgen Bund geschwächt; 
wenn er als Hamlet seiner Mutter Schande fühlt, 
vom Geist gerufen in des Vatermörders Blute wühlt: 
Dich hat Melpornene mit ihrer Gluth begeistert 
den deutschen Garrick für der Nachwelt Blick 
getreu zu stellen. Möchte Meissner Dich besingen, 
mir armen Layen will Dein Loblied nicht gelingen.
        

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