Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1438963
Verhältnisse 
äußere 
Candids 
München. 
an statt des gebettenen gesandten ein Verehrung von zwelf 
reichs taller in vnsrem namen auf die hochzeit geuolgt werde". 
Diese Summe (18 fl.) ist in den Rechnungen vermerkt. 
Das vierte Kind ist vielleicht mit der in dem Taufbuche 
von S. Petri Pfarr in München im Jahre 1608 als Taufpatin 
genannten Emmerana Candita identisch.  
Die Annahme Kramms, dafs ein im Jahre 1636 als Mitglied 
der Lukasgilde in Antwerpen genannter „Pieter de Witte 
Schilder, ontfangen by Peeter Verhulst 1597, Meester 1610, sterf 
1652" ein Sohn des Candid gewesen sei, entbehrt jeder Be- 
gründung und aller Wahrscheinlichkeit. 
VVenn die Kinder innerhalb der Jahre 1588 und 1606 ge- 
boren sind, so sind sie in der Petripfarrkirche getauft, deren 
Taufbücher nur bis auf das Jahr 1606 zurückgehen, denn die 
uns nur aus den Jahren 1588-1611 erhaltenen Taufbücher der 
Frauenkirche weisen hierüber nichts auf.  Ob der im Jahre 
1587 unter „Abferttigung vnd genadengelt" genannte Panthalnusz 
Candito, der aus Gnaden 6 H. erhält, mit unserem Künstler 
irgendwie verwandt ist, vermögen wir nicht zu sagen, da sonst 
nichts über ihn bekannt ist. 
Auf die Künstler, die unter seiner Leitung thätig waren, 
werden wir bei Besprechung der verschiedenen Arbeiten ein- 
gehen; doch wollen wir an dieser Stelle diejenigen seiner 
Schüler nennen, die in den Rechnungen als solche erwähnt 
sind. Im Jahre 1603 wird ein Johann Schennant als sein Maler- 
geselle mit einem Wochenlohn von Zzlz 11., der ihm im folgen- 
den Jahre auf 3 fl. erhöht wird, genannt; aber schon im Jahre 
1604- kehrte derselbe in seine Heimat zurück und kommt nicht 
weiter vor. Von gröfserem Interesse ist der in diesem Jahre 
als Malerjunge Candids mit 1 H. Wochenlohn angestellte Ferdi- 
nand Gottbewahr, der am 1. Oktober des Jahres 1606 mit 2 fl. 
Wochenlohn Geselle wird. Das Totenbuch der Frauenkirche 
giebt sein Todesjahr an, er stirbt am 15. Dezember 1646 und 
hinterläfst einen gleichnamigen Sohn, der drei Jahre später stirbt. 
Durch einmalige Erwähnung I) kennen wir noch einen Schüler 
Candids: Wilhelm Frannkhe, „deme vnnser ist-e frau beim 
I) In 
den 
Hofzahlamtsrechnungen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.