Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1438949
Candids 
in München. 
äufsere Verhältnisse 
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vorkommt.  Der Name seiner Frau, den die Hofzahlamtsrech- 
nungen nicht nennen, hat sich in dem genannten Grrundbuche er- 
halten, wo sie im Jahre 1627 als "Emilia sein hauszfrl" vorkommt. 
Von den Kindern, deren er ja, wie wir sahen, fünf hatte, sind 
uns nur drei dem Namen nach sicher bekannt, bei dem vierten 
Kinde kann nur eine Vermutung hierüber ausgesprochen wer- 
den, von dem fünften Wissen wir hingegen nichts. 
Von seinem Sohne Wilhelm hören wir zuerst im Jahre 16131), 
in dem er als Malergeselle mit 120 H. Gehalt angestellt wird, 
um seinem Vater bei „hechstermelter Dlt. arbait" zu helfen. Zwei 
Jahre später geht er auf Wanderschaft nach Italien, von wo er im 
Jahre 1618 zurückkehrt, um "vermög ordinants für einen mallern 
angeschafft" zu werden. Sein Gehalt bleibt das frühere. Er 
scheint sich jedoch als Maler nicht zu bewähren, denn im Jahre 
1625 scheidet er aus der Liste der Künstler aus und erhält eine 
Anstellung als Silberdiener mit einer Besoldung von 150 fl. und 
in dieser Stellung verbleibt er, bis er im Jahre 1652 stirbt. 
Die Namen zweier Töchter, Regina und Maria Maximiliana, 
ersahen wir aus den Einladungen 2), die Candid zu deren Hoch- 
zeiten im Jahre 1624 mit der Bitte, einen Vertreter zu schicken, 
an Maximilian und Elisabeth ergehen liefs. Erstere heiratete 
am 12. Februar den Kupferstecher Philipp Sadeler, letztere als 
Witwe des ehemaligen Pflegegerichtschreibers Johann Kholben 
aus Braunau am 12. November den Regimentskanzlisten Johann 
Paur (Baur) in Straubing. 
Die Einladungen, zumal diejenigen, welche der Kurfürst 
und die Kurfürstin (dem Wortlaute nach gleich) zur Hochzeit 
Reginens3) erhielten sind nicht nur für jene Zeit charakteristische 
Dokumente, sondern deuten auch auf das vertrauliche Verhält- 
"nis hin, in dem unser Künstler zu seinem Fürsten stand. Es 
wird daher: am Platze sein, diese hier dem Wortlaute nach 
wiederzugeben: 
I) In einem Dekrete Maximilians mit dessen eigenhändig-er Unterschrift vom 
Januar des Jahres. (In: Kgl. Kreisarchiv für Oberbayern.) 
2) Im Kgl. Kreisarchiv für Oberbayern. 
J) Nur in Kanzleiabschriften vorhanden.
        

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