Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1438805
Ursprung 
Candids 
in Italien. 
und Aufenthalt 
auszeichnet, doch müssen wir noch den übrigen Arbeiten Vasaris 
in diesem Saale und in anderen Räumen des Vatican unsere 
Betrachtung zuwenden, da van Mander die Thätigkeit Candids 
in der Sala Regia mit einem „s0 ick meen" angab, während er 
andererseits die Thätigkeit „in des Paus Paleys" mit Sicherheit 
erwähnte. 
Nach Vollendung der Türkenschlacht und dem Ableben 
Pius V. reiste Vasari nach Florenz zurück, um die Arbeiten 
für die Bemalung der Kuppel von Sa. Maria del Fiore auf- 
zunehmen; aber schon im November des jahres (r 572) berief ihn 
der neue Papst Gregor XIII. wieder nach Rom, da er dringend 
die Vollendung der Malereien in der Sala Regia wünschte. 
Nun entstanden das vorher erwähnte Bild der Rückkehr des 
Pontiiikates und vier sich auf die Ausrottung der Hugenotten 
beziehende Bilder, von denen nach Taja das erste, die Ermor- 
dung Collignons Vasari selbst malte, während die übrigen von 
Schülern desselben herrührten. Auch hierbei könnte Candid 
mitgewirkt haben. Woher Nagler die Notiz hat, Candid habe 
dem Vasari bei der malerischen Ausschmückung des grofsen 
Treppenhauses im Vatican geholfen, wissen wir nicht, ersehen 
jedoch aus Bag1ione'), dal's auch hier ein Schüler des Vasari 
nach dessen Entwurfe die Ausführung versah: „Poi nel principio 
della seconda scala, che volta alla Sala Regia su l'alta dell" 
arco nella parte di dentro v'e una pittura a fresco di Christo, 
che prega nell' orto c0' Discepoli, ed e disegno di Giorgio ma 
da uno de' suoi discepoli lavorata". 
Die Angabe Baldinuccis, Candid habe mit Vasari in der 
Sala Cancelleria gemalt, ist falsch, denn diese Arbeiten waren 
von Vasari schon in der Mitte der vierziger Jahre ausgeführt?) 
Nicht besser unterrichtet sind wir über die' Thätigkeit 
Candids bei den Arbeiten in der Florentiner Domkuppel, denn 
die sichere Angabe Fantozzis 3): „dopo di avere udita 1a Santa 
Messa sali (Vasari) 1a prima volta sul ponte 1a mattina de11' 
1) Le vite de' pittori, scultori, architetti ed intagliatori dal pontißcato di 
Gregori XIII. del 1572. iino a tempi di Urbane VIII. nel 1642 scritte da Gio. 
Baglione Romano 1753. 
2) Vnsari (Sansoni) VII. S. 678. 
3) Fantozzi, Nuova Guida di Firenze 1842.
        

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