Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1438794
Erster 
Teil. 
die Briefe Vasaris als auch durch Tajas I) genaue Beschreibung 
eingehend unterrichtet. Am 25. Februar 1572 giebt Vasari dem 
Grofsherzoge Francesco in einem Briefe eine ausführliche 
Schilderung der für diesen Saal gemachten Entwürfe, nach 
welcher in drei Teilen die Schlacht bei Lepanto zur Darstellung 
kommen sollte, deren erster die in den Golfen von Lepanto und 
Zeffalonia liegende christliche und türkische Flotte sowie den 
Bund der katholischen Kirche mit Spanien und Venedig gegen 
die Türken schilderte, der zweite die feierliche Übergabe des 
Oberkommandos an Don Iuan dlAustria darstellte, während der 
dritte ein Bild der Seeschlacht selbst gab. 
Die Beschreibung T ajas zeigt, dafs nur der erste und der 
letzte dieser drei Entwürfe ausgeführt wurden, während statt 
des zweiten Vasari in späterer Zeit die Aufhebung des Schismas 
und die Rückkehr des Pontiiikates nach Rom unter Gregor XI. 
malte und die stolze Unterschrift: FEOPFIOC T) TACAPIOC 
APETINOC EHOIEI darunter setzte. Die Ausführung der 
beiden Bilder gelang ihm so gut, dafs er seine Freude in ver- 
schiedenen Briefen kundgab. Am 2. Mai 1572 schreibt er 
darüber an die Fürsten Cosmo I. und Francesco sowie an 
Borghini. In. dem Briefe an den letzteren heifst es: „quanto di 
buono e che ä. iinito afatto la storia della bataglia de' Turchi, 
che mi darä. fama perche e cosa che mai piu o fatto cosi per 
la gratia Dio". 'l"aja bemerkt bei Besprechung der Seeschlacht, 
dafs dieses Gemälde von einigen für das Werk Vasaris gehalten 
würde, während andere, die es diesem nicht zutrauten, da. es 
"forme assai piü leggiadre" zeige, den Zuccaris die Ausführung 
zuschrieben; diese Annahme sei aber haltlos, denn der be- 
deutendere Taddeo wäre schon im Jahre 1566 gestorben und 
Federigo sei dem Vasari nicht überlegen. Einzelne Figuren 
rührten, wie auch auf den übrigen Gemälden, von Lorenzino 
da Bologna her. Möglich, dafs hier die Mitwirkung des Candid 
zu suchen ist, der gerade in der gefälligen F ormengebung sich 
')Agostino Taja, Descrizione del Palazzo ApostolicoVaticano etc. Roma 1750. 
2) Brief vom 11. Dezember 1572 aus Rom an Borghillii "Vßrrei bene di 
questi Gregori ponteüci trovar qualche cosa. notabile come quel Gregorio chc 
ricondusse da. Avignone 1a Siede Apostolica, e quelle che levö Pautomä QIP 
impero etc.
        

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