Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1438619
Einleitung. 
Die Rechnungen der Michaelskirche nennen vielfach den 
Bildhauer Adam Krumper, der wohl identisch ist mit dem von 
Westenriederx) als kistler von Weilhaimb genannten Adam 
Krumpperydenn wenn er auch in den Hofzahlamtsrechnungen 
Bildhauer genannt wird, so sind doch die Beträge für seine 
Arbeiten so niedrig, dafs man wohl an Kunsttischlereiarbeiteo 
denken kann. In einer Rechnung der Michaelskirche vom 
jahre 1590 heifst es, er habe für sechs Engel mit Flügeln zu 
den Nebenaltären 120 H. verlangt. Wahrscheinlich ist er der 
Vater des berühmten johannes Krumper. Dieser läfst im jahre 
160g am 19. August seinen Sohn Hans Adam taufen. 2) 
johannes Krumper kommt in den Hofzahlamtsrechnungen 
zuerst in der mehrfach genannten Liste mit einem Gehalte von 
200 H. vor. Seinen Namen fanden wir indessen schon früher 
in der Malerrechnung, WO es 1587 am 5. januar unter Lara 
mezana da Venezia heifst: „Hanssen von Weylheim geben zu ein 
papagey" und nach der er in den darauf folgenden Iahren mehrere 
Male Modellierwachs empfängt. Die Rechnungen nennen ihn 
Bildhauer, Maler und Hofmaler. Nach Westenrieder 3) stand er 
1595 unter den Beurlaubten, die Hofzahlamtsrechnungen nennen 
ihn in diesem jahre nicht, führen ihn aber in den beiden nächst- 
folgenden auf. Dann hören wir nichts von ihm bis zum Jahre 
1604, in dem er bei der Errichtung des Bennobogens in der 
Frauenkirche thätig ist, wovon später die Rede sein wird. 160g 
wird er mit einem Jahresgehalte von 580 H. als Hofmaler an- 
gestellt. Dieses Gehalt bleibt ihm bis zum Jahre 1626, in dem er 
laut Bestimmung des verstorbenen Herzogs Wilhelm eine Zu- 
lage von 72 H. erhält, so dal's ihm bis zu seinem im Jahre 1634 
erfolgten Tode die bedeutende Iahressumme von 552 H. aus- 
gezahlt wird. Sein Tod ist in den Rechnungen nicht, wie es 
gewöhnlich geschieht, durch ein „hinnach verstorben" angemerkt, 
wird aber deshalb in das genannte Iahr zu setzen sein, da in 
dem ersten Quartale desselben die jahresbesoldung in ein 
 Beiträge, 
2) Taufbuch der Frauenkirche 
Zeit die Jahrgänge 1588-1611. 
3) Beiträge. 
ZU 
München. 
Erhalten 
haben 
sich 
aus jener
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.